Alles Riester oder was?

 

Am Anfang stand eine Rentenkürzung um drei Prozent. Und ein Minister namens Walter Riester. Der gab dem Ding den Namen, das heute in aller Munde ist. Immer mehr nutzen sie, fast alle haben davon schon gehört. Die so genannte Riester-Rente.

 

Aber was ist das eigentlich für ein Ding. Ganz einfach gesprochen dient es der Altersvorsorge und der Staat tut etwas dazu. Entweder über eine Steuerrückzahlung oder eine Förderung für den Sparer und seine Kinder, falls vorhanden. Die Riester-Rente kann jeder nutzen, der sozialversicherungspflichtig oder im öffentlichen Dienst angestellt ist oder sich in Elternzeit befindet. Maximal kann jeder Erwachsene bis zu 2100 Euro jedes Jahr anlegen, um in den Genuss staatlicher Förderung zu kommen.

 

Was gibt es denn nun vom Staat dazu? Grundvoraussetzung für eine optimale staatliche Förderung ist, dass vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens gewandelt werden. Es kann aber auch weniger sein. Wenn also zum Beispiel ein Ehemann mit 30000 Euro verdient, so wären dies als Basis erst einmal 1200 Euro. Für jedes Kind, für das er Kindergeld erhält, tut der Staat 185 Euro dabei. Er selber bekommt an staatlicher Förderung 154 Euro. Insgesamt wären dies immerhin 524 Euro, die seinen Eigenanteil eben auf 676 Euro reduzieren würden. Also 676 einzahlen, 1200 Euro laufen in den Sparplan – kann ein gutes Geschäft sein. Muss es aber nicht.

 

Denn es kommt immer drauf an. Was wurde schon unternommen. Wie sieht die Planung der Familie aus. Und doch gibt es einige Gruppen, die auf jeden Fall zumindest nachdenken sollten: 
 

  1. Familien mit Kindern können richtig Geld dazu bekommen
  2. Besserverdienende, die sich Richtung Spitzensteuersatz bewegen können dem Finanzamt ein Schnippchen schlagen
  3. Und Menschen mit einem niedrigen Bruttoeinkommen bekommen richtig was vom Staat dazu


Viele riestern schon. Sie auch? Aber ist das die richtige Riester-Rente. Passt sie zu mir. Ist das was am Ende rauskommt auch lukrativ? Aber das ist eine andere Geschichte.

 

Haben Sie schon geriestert? Passt die Riester-Rente auch zu Ihnen?

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2 Responses to “Alles Riester oder was?”

  1. Holger Lang Says:

    Servus Carsten,

    schöner, verständlicher Beitrag über die Riester-Rente. Von meiner Seite aus ein paar interessante Ergänzungen:
    1. Die Rentenkürzung beträgt offiziell 3% (von 70 auf 67%) tatsächlich aber 6 Prozent (von 70 auf 64%)

    2. Riester ist für die meisten gesetzlich Versicherten der Grundbaustein für die Altersvorsorge schlechthin, aber: Er ist de facto keine echte Rentenergänzung, sondern lediglich Rentenerhalt (gleicht ja nur die Absenkung der Gesetzlichen aus).

    3. Für Riester ist ein Aufwand von 4% des Brutto erforderlich, trotzdem reicht das i.d.R. nicht für eine ausreichende Altersversorgung. Stiftung Warentest als auch die OECD kommen zum Ergebnis, daß selbst Riester (4%) und eine bAV (4%) nicht ausreichend sind! Beide bieten aber zumindest den Vorteil, daß der eigene Beitrag durch staatliche Förderung geringer ist als bei anderen Altersvorsorgeprodukten.

    Wieviele Kunden kennst Du, die 8 Prozent und mehr für die Altersvorsorge aufwenden?? Eben!

    Die Zeitbombe Altersarmut tickt. Und spätestens 2025 geht Sie hoch!

    Herzliche Grüße

    Holger Lang

  2. Weihnachtsgeschenk Says:

    Wir müssen alle etwas in der VOrsorge tun. Und mit Riester sind wir zumindest teilweise gut bedient. Auf geht’s!

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