Posts Tagged ‘Staatliche Förderung’

Was ist diese Basisrente oder Rürup-Rente

Mittwoch, August 20th, 2008

Die Altersrente wird immer mehr zu einem Spagat für die Rentner von morgen und übermorgen. Die gesetzliche Rente wird immer weiter gestrichen und das Schlagwort “Einheitsrente” geistert immer wieder durch den Medienwald. Die private Vorsorge wird immer wichtiger und wird doch bis auf wenige Ausnahmen immer weiter staatlich reglementiert. Dafür gibt es immer mehr Möglichkeiten sich staatlich unterstützen zu lassen.

Doch von Riester-Rente und betrieblicher Altersvorsorge können Selbständige und Freiberufler nicht profitieren. Deswegen wurde die Basisrente, die aufgrund des Initiators Bert Rürup auch immer wieder Rürup-Rente genannt wird, ins Leben gerufen. Auch für viele Angestellte kann sich diese Sparform lohnen. Doch kaum einer kennt sie. Laut einer Forsa-Umfrage kennen gerade einmal 22 Prozent die Basisrente, aber 94 Prozent inzwischen die Riester-Rente.

Was ist also diese Basisrente. Es handelt sich dabei um eine Rentenversicherung, die mindestens bis zum 60. Lebensjahr laufen muss. Ab 2012 müssen diese Verträge bis mindestens zum 62. Lebensjahr laufen. Pro Jahr kann der Sparer  dabei als Lediger maximal 20000 Euro einzahlen, bei Verheirateten verdoppelt sich der Betrag. Die steuerliche Förderung steigt von Jahr zu Jahr. In diesem Jahr können 66 Prozent des Jahresbeitrags als Sonderausgaben abgesetzt werden. Die Absetzungsmöglichkeit steigert sich schrittweise Jahr für Jahr bis 2025 auf 100 Prozent der gezahlten Beiträge. In der Rentenphase müssen die Auszahlungen nachgelagert versteuert werden.

Die Vorteile sind dabei vielfältig. Einige davon sind:

  1. In der Einzahlungsphase ist der Sparer sehr flexibel. Er kann sich sowohl für eine feste monatliche Sparrate entschliessen als auch Einmalsummen.
  2. Der Steuervorteil in der Ansparphase ist im Regelfall deutlich höher als die Steuerbelastung in der Rentenphase.
  3. Eine Kombination mit einer Berufsunfähigkeitsabsicherung oder Risikolebensversicherung ist möglich. Diese Bausteine dürfen aber nicht die Hälfte des Gesamtbeitrages ausmachen.
  4. Die Basisrente ist Hartz-IV sicher.

Wo viel Licht, da ist aber auch Schatten. Die Nachteile sollten ausreichend berücksichtigt werden. Hier sind einige:

  1. Da es sich um eine staatlich geförderte Rente handelt ist eine einmalige Auszahlung oder Zahlung in Teilsummen nicht möglich.
  2. Es gibt anders als bei der Riester-Rente keine speziellen Kinderfördermöglichkeiten
  3. Sie ist weder vererbbar noch übertragbar, beleihbar oder veräußerbar.

Und für wenn lohnt sich die Basisrente. Wie so oft kommt es darauf an. Das sollten Sie mit Ihrem Berater besprechen.

Wollen Sie mehr über mich erfahren, dann schauen Sie einfach hier nach.

Alles Riester oder was?

Donnerstag, Mai 15th, 2008

 

Am Anfang stand eine Rentenkürzung um drei Prozent. Und ein Minister namens Walter Riester. Der gab dem Ding den Namen, das heute in aller Munde ist. Immer mehr nutzen sie, fast alle haben davon schon gehört. Die so genannte Riester-Rente.

 

Aber was ist das eigentlich für ein Ding. Ganz einfach gesprochen dient es der Altersvorsorge und der Staat tut etwas dazu. Entweder über eine Steuerrückzahlung oder eine Förderung für den Sparer und seine Kinder, falls vorhanden. Die Riester-Rente kann jeder nutzen, der sozialversicherungspflichtig oder im öffentlichen Dienst angestellt ist oder sich in Elternzeit befindet. Maximal kann jeder Erwachsene bis zu 2100 Euro jedes Jahr anlegen, um in den Genuss staatlicher Förderung zu kommen.

 

Was gibt es denn nun vom Staat dazu? Grundvoraussetzung für eine optimale staatliche Förderung ist, dass vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens gewandelt werden. Es kann aber auch weniger sein. Wenn also zum Beispiel ein Ehemann mit 30000 Euro verdient, so wären dies als Basis erst einmal 1200 Euro. Für jedes Kind, für das er Kindergeld erhält, tut der Staat 185 Euro dabei. Er selber bekommt an staatlicher Förderung 154 Euro. Insgesamt wären dies immerhin 524 Euro, die seinen Eigenanteil eben auf 676 Euro reduzieren würden. Also 676 einzahlen, 1200 Euro laufen in den Sparplan – kann ein gutes Geschäft sein. Muss es aber nicht.

 

Denn es kommt immer drauf an. Was wurde schon unternommen. Wie sieht die Planung der Familie aus. Und doch gibt es einige Gruppen, die auf jeden Fall zumindest nachdenken sollten: 
 

  1. Familien mit Kindern können richtig Geld dazu bekommen
  2. Besserverdienende, die sich Richtung Spitzensteuersatz bewegen können dem Finanzamt ein Schnippchen schlagen
  3. Und Menschen mit einem niedrigen Bruttoeinkommen bekommen richtig was vom Staat dazu


Viele riestern schon. Sie auch? Aber ist das die richtige Riester-Rente. Passt sie zu mir. Ist das was am Ende rauskommt auch lukrativ? Aber das ist eine andere Geschichte.

 

Haben Sie schon geriestert? Passt die Riester-Rente auch zu Ihnen?